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20 Millionen Euro fürs "Alte Hallenbad" in Bamberg

Umbau zum Uni-Sportzentrum "in trockenen Tüchern"

28.01.2021
Staatsministerin Huml 2019 bei einer Besichtigung des
Staatsministerin Huml 2019 bei einer Besichtigung des "Alten Hallenbads".

"Unser Haushaltsausschuss im Bayerischen Landtag hat grünes Licht für das nächste Großprojekt in Bamberg gegeben. Über 20 Millionen Euro wird Bayern in die neue Hochschulsportanlage der Universität investieren", berichtet Staatsministerin Melanie Huml, die das Vorhaben als Bamberger Landtagsabgeordnete vor mehr als zehn Jahren mit angestoßen hatte.

"Es war ein langer Weg, doch der heutige Tag zeigt: Dranbleiben lohnt sich", so Huml. Schon 2010, etwa ein Jahr vor der Schließung des Hallenbads am Margaretendamm, hatte die Ministerin ihrem damaligen Kabinettskollegen aus dem Finanzministerium, Staatssekretär Franz Josef Pschierer, die Uni-Pläne vorgestellt und seither immer wieder auf deren Umsetzung gedrängt. "Ich freue mich sehr, dass wir das Sportzentrum nun verwirklichen können. Dieser Erfolg ist ein Gemeinschaftswerk und ich danke allen Beteiligten ganz herzlich", betont Huml.

"Wir freuen uns sehr, dass der Haushaltsausschuss die Summe genehmigt hat und schon bald der erste Spatenstich den Beginn der lange ersehnten Sanierung einläuten kann", sagt Dr. Dagmar Steuer-Flieser, Kanzlerin der Universität Bamberg, die das Bauvorhaben seit Jahren intensiv vorantreibt. Prof. Dr. Kai Fischbach, Präsident der Universität Bamberg ergänzt: "Wir können so allen Universitätsangehörigen ein attraktives, modernes Sportzentrum zur Verfügung stellen und damit auch die qualitativ hochwertige Lehramtsausbildung im Fach Sport sichern sowie die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und unserer Studierenden unterstützen."

Bevor im "Alten Hallenbad" die Umbauarbeiten beginnen können, wird allerdings noch etwas Zeit vergehen. Detailplanung und Ausschreibung dauern etwa ein Jahr. Wenn der symbolische Spatenstich im Frühjahr 2022 erfolgen kann, wäre die Fertigstellung bis Ende 2024 möglich. Dann können auch die bisherigen und stark sanierungsbedürftigen Sportstätten am Volkspark aufgegeben werden.

Das neue Sportzentrum am Margaretendamm soll über eine Hauptnutzfläche von etwa 3000 Quadratmeter verfügen. Entstehen sollen unter anderem eine Zweifachsporthalle, ein Gymnastikraum sowie Räume für Büros und Lehrveranstaltungen. Außerdem sind auf den Außenflächen eine 100-Meter-Laufbahn, eine Finnenbahn, ein Hartplatz, ein Beachvolleyballfeld sowie Kugelstoß- und Weitsprunganlagen geplant.

"Großen Wert legen wir beim Umbau auch auf den Klimaschutz", berichtet Staatsministerin Huml. Mit der vorgesehenen Photovoltaikanlage, einer hochwirksamen Lüftungsanlage inklusive Wärmerückgewinnung und dem Fernwärmeanschluss können pro Jahr rund 315 Tonnen CO2 eingespart werden.

Für die Universität ist der neue Standort am Margaretendamm auch hinsichtlich der Lage vorteilhaft, da insbesondere die Lehramtsausbildung aber auch ein Großteil des Universitätsbetriebs im innerstädtischen Bereich stattfindet. Doch auch Stadt profitiere, so Huml, denn: "Das Hallenbadgebäude steht seit 2006 unter Denkmalschutz und mit dem Nutzungskonzept der Universität können wir den Erhalt des Gebäudes sicherstellen."

Vorgeschichte:
Das alte Hallenbad am Margaretendamm mit seinem hohen Gebäudesockel, dem rechteckigen Grundriss und der markanten Verglasung zum Adenauerufer und an der südöstlichen Stirnseite wurde zwischen 1964 und 1967 nach Entwürfen der Architekten Hans Rothenburger und Friedrich Pöpperl erbaut und 2006 in die bayerische Denkmalliste aufgenommen. Eröffnet 1967, hat das alte Hallenbad am Freitag, 29. Juli 2011, seinen Badebetrieb eingestellt. Vier Monate später wurde im November 2011 das Familien- und Sportbad Bambados an der Pödeldorfer Straße eröffnet. Im Dezember 2016 unterzeichneten die Stadtwerke Bamberg und die Immobilien Freistaat Bayern den Kaufvertrag für das alte Hallenbad. Im Februar 2018 genehmigte das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst den Bauantrag der Otto-Friedrich-Universität.

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