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Staatsarchiv Bamberg

Einweihung Erweiterungsbau

29.03.2019

Wissenschaftsminister Sibler und Gesundheitsministerin Huml betonen Bedeutung der Staatlichen Archive für Bayern

Nach einer Bauzeit von zweieinhalb Jahren ist der Erweiterungsbau des Staatsarchivs Bamberg in der Hainstraße am 29.03.2019 feierlich seiner Bestimmung übergeben worden.


Am Festakt nahmen Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler und Gesundheitsministerin Melanie Huml teil.


Staatsminister Bernd Sibler betonte: „Das Staatsarchiv Bamberg beherbergt einen großen kulturellen Schatz. Der Erweiterungsbau ermöglicht es nun, sämtliche Bestände an einem Ort zusammenzuführen. Wertvolle Zeugnisse unserer Geschichte spiegeln die Klosterkultur des Mittelalters, die verschiedenen Territorialherrschaften sowie die Grenznähe der Region zur ehemaligen DDR und zu Tschechien wider. Sie werden hier künftig unter hervorragenden Bedingungen aufbewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dieses hochmoderne Archiv bietet uns beste Möglichkeiten, uns mit unserer Geschichte und Identität auseinanderzusetzen.“


Vielfach gelobt wurde der jahrelange Einsatz von Staatsministerin Melanie Huml und dem früheren Landtagsabgeordneten Heinrich Rudrof für das Bauvorhaben. "Im Rahmen der staatlichen Archive Bayerns hat Bamberg seine besondere Rolle. Das Staatsarchiv Bamberg ist der zentrale Wissensspeicher für die Geschichte Oberfrankens. Es bewahrt Archivalien aus zwölf Jahrhunderten auf. Investitionen in moderne Magazinbauten bewahren unser reiches kulturelles Erbe vor Schäden und Verlusten. Die Archive fungieren als Gedächtnis unserer Gesellschaft. Archive seien wichtig, um aus der Geschichte zu lernen", erklärte Huml ihr Engagement für den neuen Erweiterungsbau. Das Staatsarchiv hatte über Jahre hinweg Teile seines Archivguts aus Platzmangel extern unterbringen müssen, zeitweise war sogar ein ehemaliger Supermarkt dafür angemietet worden.


Im August 2014 hatte das damalige Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst den Planungsauftrag für den Erweiterungsbau erteilt. Im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens ging der 1. Preis an das Architekturbüro Peter W. Schmidt, Pforzheim. Der erste Spatenstich wurde im Oktober 2016 gefeiert, ein Jahr später das Richtfest. Die Projektsteuerung und Bauleitung lag beim Staatlichen Bauamt Bamberg.


Der Erweiterungsbau mit einem Bruttorauminhalt von 14.346 m³ realisiert auf einer Grundfläche von knapp 2000 m² eine Nutzfläche von 3469 m², davon rund 200 m² für Arbeits- und Lagerräume, darunter einen Reinigungsraum mit einer mikrobiologischen Sicherheitswerkbank. Außerdem enthält das Gebäude dreizehn Magazinräume und drei kleine Magazine zur Lagerung von Spezialmaterial, vor allem Fotografien, die ein kälteres Raumklima benötigen. Der Erweiterungsbau besteht aus sechs Geschossen mit fensterlosen Magazinen. Das Untergeschoss ist 53,8 m lang und 24,9 m breit, die fünf Geschosse darüber sind quadratisch mit einer Seitenlänge von 24,4 m. Es können rund 18,9 laufende Kilometer Archivalien gelagert werden. Als Baukosten wurden 9,1 Millionen Euro genehmigt.


Mit einer Klimaanlage (Lüftung, Heizung, Kühlung, Be- und Entfeuchtung) und einem mehrschichtigen Wandaufbau (von innen nach außen: 25 cm Stahlbeton, 20 cm Dämmung, Luft, 8–10 cm eingefärbte Betonfassade mit Sandstein-Anmutung) soll ein konstantes Magazinklima mit einer Temperatur von 16 bis maximal 20 Grad Celsius und einer relativen Luftfeuchte von 40 bis maximal 55 Prozent geschaffen werden.


Das Staatsarchiv Bamberg ist die staatliche Fachbehörde für alle Fragen des Archivwesens im Regierungsbezirk Oberfranken mit Ausnahme der kreisfreien Stadt Coburg und des Landkreises Coburg, die erst seit der Volksabstimmung von 1920 zu Bayern gehören. Es verwahrt derzeit rund 26 Kilometer Archivgut bei einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von 300 Metern. Im Staatsarchiv ist historisch und rechtlich relevantes Material aus der Zeit von 815 bis in die Gegenwart überliefert, das für Forschung gesichert, erschlossen und bereitgestellt wird.



Staatsministerin Melanie Huml, MdL

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