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Selbsthilfefachtag in Bamberg

20.07.2018

"In Selbsthilfegruppen können Betroffene ihre Sorgen, Ängste, Hoffnungen, Erlebnisse und Erfahrungen austauschen - frei von Vorurteilen. Die gegenseitige Unterstützung ist eine Chance mehr, die Krankheit zu bewältigen und ein Stück Lebensqualität wieder zu erlangen", betonte Gesundheitsministerin Melanie Huml beim Selbsthilfefachtag "Sucht und Gesundheit" in Bamberg.

Das Foto zeigt (v. l.):
  • Irena Tezak, stellvertretende Geschäftsführung Selbsthilfekoordination Bayern (SeKo Bayern)
  • Dr. Beate Erbas, Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen (BAS)
  • Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml
  • Theresa Keidel, Geschäftsführung SeKo Bayern
  • Dr. Gallus Bischoff,  Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität zu Lübeck
  • Alexander Schlote, Leitung Selbsthilfebüro, Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Bamberg Stadt und Land e.V.

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat die Bedeutung von Selbsthilfegruppen bei Suchtproblemen gewürdigt. Die Ministerin betonte am 20. Juli 2018 als Schirmherrin beim landesweiten Selbsthilfefachtag „Sucht und Gesundheit“ in Bamberg: „Sucht ist ein hartnäckiger Gegner, der vielfältige Gesichter hat. Oft drohen Überforderung und Hoffnungslosigkeit. Wie gut, wenn dann jemand da ist, der einem unter die Arme greifen kann. Gut können oft die Menschen helfen, die diesen Prozess gerade selbst durchmachen oder bereits gemeistert haben.“


Die Ministerin unterstrich bei der von der Selbsthilfekoordination Bayern (Seko) ausgerichteten Tagung: „In Selbsthilfegruppen können Betroffene ihre Sorgen, Ängste, Hoffnungen, Erlebnisse und Erfahrungen austauschen - frei von Vorurteilen. Die gegenseitige Unterstützung ist eine Chance mehr, die Krankheit zu bewältigen und ein Stück Lebensqualität wieder zu erlangen."

Huml erläuterte: „Um die Selbsthilfegruppen bei ihrer Arbeit vor Ort zu unterstützen, sind Selbsthilfekontaktstellen notwendig und gehören zur Infrastruktur moderner Kommunen.“ Die „SeKo“ Bayern unterstützt die Selbsthilfe und fördert die bayernweite Vernetzung der verschiedenen Akteure der Suchthilfe.

In Bayern gibt es ca. 11.000 Selbsthilfegruppen, die sich mit knapp 900 verschiedenen Themen befassen. Insgesamt zählen sie ca. 500.000 Mitglieder.

Das Projekt "Stärkung der Selbsthilfe im Suchtbereich" des Vereins Selbsthilfekontaktstellen Bayern e.V. wird vom bayerischen Gesundheitsministerium daher jährlich mit 15.000 Euro, seit 2015 sogar mit 17.500 Euro gefördert. Es soll unter anderem zur bayernweiten Vernetzung und Fortbildung der Selbsthilfegruppen aus den Bereich Sucht dienen.

Der Trägerverein Selbsthilfekontaktstellen Bayern e.V. erhält projektbezogene Mittel von der Fördergemeinschaft der gesetzlichen Krankenkassenverbände in Bayern, vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, den bayerischen Apothekerverbänden und weiteren Spendern und Sponsoren.

Die Selbsthilfekoordination Bayern wurde auf Initiative des Vereins „Selbsthilfekontaktstellen Bayern e.V.“ im April 2002 mit Sitz in Würzburg gegründet. Sie befindet sich seit 2005 in Trägerschaft des Vereins. Finanziert wird die Selbsthilfekoordination Bayern durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Integration, die Fördergemeinschaft der gesetzlichen Krankenkassenverbände in Bayern, die Stadt Würzburg und durch Eigenmittel des Trägervereins.

 

Staatsministerin Melanie Huml, MdL

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96052 Bamberg
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